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300 Unterschriften „gegen den großen Discounterausverkauf in Kernen“ setzen ein erstes Zeichen!
Es wurde nun ganz deutlich. Wir vom BUND Ortsverband Kernen sind keine Utopisten und Sozialromantiker. Auch andere Bürger und Bürgerinnen machen sich gleichermaßen ernsthaft Gedanken über die Zukunft unseres Ortes. Wir alle wollen keinen großen Discounter in den „Spitzäckern“ am Ortsrand von Rommelshausen. Wir haben berechtigte Angst vor der Vereinsamung unserer Ortskerne in Rommelshausen und in Stetten und dem dann folgenden Ladensterben. Die Aussagen aus der öffentlichen Gemeinderatsvorlage V120/2010 machen es ganz deutlich: „der erhoffte Synergieeffekt im Bezug auf die Ortsmitte wird voraussichtlich gering sein, da die fußläufige Entfernung sehr groß ist.“ Und dennoch empfiehlt die Gemeindeverwaltung die Ansiedlung eines Lebensmittel-Discounters im Gebiet „Spitzäcker“. Wie kann das sein? Der Gemeinde geht es doch laut öffentlichen Aussagen von Gemeinderäten hier vorrangig gar nicht um Mehreinnahmen durch neue Gewerbesteuer. Doch nicht genug! Schaut man weiter intensiv in die Ausführungen der Gemeinderatsunterlage so wird einem das weitere Bestreben klar: „In einem zweiten Schritt könnte sich in der Nachbarschaft zum Discountmarkt ein Lebensmittelvollsortimenter ansiedeln, aufgrund der damit verbundenen Synergieeffekte für die Marktbetreiber eine immer wieder gesuchte Situation.“ Dann hat der Gemeinderat recht, der hier sagt: "Die Befürworter sollen doch die Katze aus dem Sack lassen, dass dort unweigerlich früher oder später ein, „Mini-Kalkofen" à la Weinstadt entstehen soll." Die Bürger und Bürgerinnen, die auf unseren Listen unterschrieben haben, wollen das nicht! In den vergangenen Jahren wurden keine erfolgreichen Gespräche zwischen den Lebensmitteleinzelhändlern am Ort und der Gemeindeverwaltung bzw. dem Gemeinderat geführt. Dies hatte zur Folge, dass diese als „Frequenzbringer“ immer mehr an Bedeutung verloren. Deshalb sollten wir uns jetzt als Verbraucher mit den Geschäftsführern der bestehenden Lebensmittelläden zusammensetzen und darüber sprechen, wie das bestehende Angebot verändert bzw. verbessert werden könnte.
Wir lassen uns unsere bestehende Lebensmittelversorgung am Ort nicht kaputt machen und werden weiter kämpfen! Notfalls, wie von einem jungen Gemeinderat vorgeschlagen, mit einem Bürgerbegehren, das einen Bürgerentscheid nach sich zieht.
BUND OV Kernen i.R., 1. Vorsitzender Martin Schröter

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