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Bundesregierung in Berlin bremst den Ausbau der Erneuerbaren Energien:
Förderungen bei Windstrom vor Ort und bei Fotovoltaik sollen nun endgültig auslaufen.
In den vom Bundeskabinett im Mai beschlossenen Gesetzesvorlagen zur Energie soll die Förderung für den On-shore (= auf dem Land) Windstrom vor Ort und für Solarstrom verschlechtert werden. Dagegen sollen die Off-shore (= auf dem Meer) Windstromparks der großen Energiefirmen in der Nordsee begünstigt und auch der Bau von Hochspannungsüberlandleitungen aus dem hohen Norden in den Süden Deutschlands mit Milliarden Euro gefördert werden.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – BUND – kritisiert dies als offenkundiges Kompensationsgeschäft zu Gunsten der großen Atomstromfirmen.
„Die von Merkel geplante Umschichtung von Steuermilliarden und der Einspeisevergütung in Richtung Großanlagen würde wiederum die Energiemultis Eon, Vattenfall, EnBW und RWE begünstigen. Die Pläne der Regierung Merkel und Rösler sind rückwärtsgerichtet und würden den Einstieg in eine neue, auf dezentrale Stromerzeugung ausgerichtete Energiepolitik verhindern, bzw. äußerst erschweren.", so Prof. Dr. Weiger, Vorsitzender des BUND in Deutschland. Prof. Dr. Weiger unterstützt mit seinem Kommentar zur Sache ausdrücklich auch den bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, der die Röttgenpläne öffentlich kritisiert hatte.
Der BUND fordert seit langem die Förderung dezentraler Produktion von Erneuerbarer Energie in Deutschland, wobei die Wertschöpfung vor Ort, in den Kommunen und beim Bürger verbleibt. Durch die dezentrale Erzeugung von Strom vor werden auch die Milliarden Euro teuren Hochspannungsleitungen weitgehend überflüssig (Quelle: PM 073/11/LFGS Nürnberg 8. Juni 2011).
BUND OV Kernen, 1. Vorsitzender Martin Schröter
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